Wir haben doch keine Zeit …

Immer wieder erlebe ich, wie Menschen für all die Dinge, die sie so gerne tun würden keine Zeit haben. Besonders in der Arbeitswelt scheint dies ein gängiges Phänomen zu sein. Gehetzt von Meeting zu Meeting, von Forecast zu Forecast, kommen sie oft nicht dazu mal ein intensives Kundengespräch zu führen, neue Ideen zu entwickeln und reifen zu lassen oder sich als Führungskraft um die Mitarbeitenden zu kümmern.

Da wird es doch mal Zeit, sich dieser Frage zu stellen und auf ein paar Lösungen zu kommen und genau das haben wir in unserer iRooms Session am 28. November mit dem Titel „Wir haben doch keine Zeit“ getan.

Wir haben uns die Frage gestellt:

Wie können wir jede Woche 4 Stunden Zeit sparen ?

Mit der Methode „Die drei Fragen der Medusa“, näherten wir uns den Antworten:
1. Frage … wie oben – Wie können wir 4 Stunden Zeit je Woche sparen.
2. Frage … Was steht uns bei der Umsetzung der Antworten im Weg?
3. Frage … Was können wir sofort umsetzen? Was ist entscheidbar?

Hier sind die Top 5 Antworten zu Frage 1:

Meine To-Do’s in einer Liste erfassen und diese dann in der Firma herumschicken mit der Frage: Wer kann was davon übernehmen?

Die Ziele im Unternehmen von den Mitarbeitern selber erstellen lassen. Im Sinne eines Objectives und das ganze transparent und für alle sichtbar. Damit hoffe ich doppelte Arbeit zu sparen.

Uns von unnötigem Ballast mit folgender Fragen befreien
Welches Kundenproblem wird dadurch gelöst?

Bei Besprechungen bessere Vorbereitung / Abgleich des gemeinsamen Wissensstandes, um direkt an der “gemeinsamen Stelle” einzusteigen

Mir selbst klar machen: Was ist mein Fokus? Was genau will ich erreichen? Und was ist dafür zu tun?

Insgesamt hatten wir in 90 Minuten 112 Ideen und Vorschläge erarbeitet. Eine sehr wirksame Session auch wenn die eine oder andere dafür leider keine Zeit hatten 🙂

Hier sind die Top 5 Blockaden, warum wir das noch nicht umgesetzt haben. Dabei müssen die folgenden Punkte nich eins zu eins zu den oberen Ideen passen:

  • Fehlende Feedbackmechanismen (was denken andere, was wichtig wäre?)
  • Trennung von alten Gewohnheiten, Mut zur vermeintlichen Lücke ist nicht immer da
  • Ein organisationaler Glaubenssatz, dass alles planbar, messbar, steuerbar ist.
  • Die Schwierigkeit, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.
    Wer bestimmt was wichtig ist?
  • Die eigene Disziplin

Die dritte Frage hatten wir in einer kleinen Diskussion tiefer erörtert. Mut und Disziplin beispielsweise sind nicht entscheidbar. Wir können Disziplin nicht einfach einschalten, die ist für jeden etwas anderes. Konsequent jedes Meeting vorzubereiten, das ist entscheidbar, das können wir sofort anfangen und dann immer wieder hinterfragen, was es uns gebracht hat.

Herzliche Grüße
Robert Vogel

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